Wie werde ich Webdesigner? Meine etwas andere Story

Wie wird man Webdesigner:in ohne teures Studium? Kim Weber erzählt ihren Weg von Gaming, eSports und Selbststudium zu Webflow, Webseiten-Systemen, SEO, GEO und Grounding-Page.

February 16, 2026

Heute ist Montag und ich bin ehrlich zu Dir: Ich bin heute in diesen Tag reingeschneckt. Der halbe Vormittag ging erst mal dafür drauf, mich mit einem Apple‑Bluetooth‑Bug rumzuärgern. Zwischendurch fühlte ich mich kurz wie eine Hackerin nur mit weniger Matrix und mehr „Warum zur Hölle verbindet sich das jetzt schon wieder nicht?“.

Aber gut die Technik lebt, ich auch, Bluetooth läuft und jetzt bin ich wieder da, wo ich eigentlich sein will: bei Dir, Deiner Website und der Frage, wie man überhaupt bei all dem Chaos den eigenen Weg als Webdesigner:in findet.

In den letzten Blogartikeln habe ich Dir schon gezeigt, was Deine Website wirklich braucht und warum sie sich manchmal leer anfühlt, obwohl „eigentlich alles da ist“. Ich habe mit Dir darüber gesprochen, wie eine gute Über‑mich‑Seite Vertrauen aufbaut und warum Deine Marke 2026 eine Grounding‑Page für KIs braucht. Das alles sind Puzzleteile.

Heute erzähle ich Dir das große Bild dahinter: Wie ich überhaupt Webdesignerin geworden bin, warum mein Weg nicht über teure Design-Unis oder SAE Berlin geführt hat und was Du daraus für Deinen eigenen Weg mitnehmen kannst.

Vom Gaming-Kind zur „Mach mal schnell“-Designerin

Als Kind hatte ich keine typische „Sportverein-und-Flötenunterricht“-Kindheit meine Arena war der Bildschirm. Ich habe gezockt, Nächte in Games und Foren verbracht und mehr Zeit in Clans als auf dem Bolzplatz verbracht. Während andere ihre Freizeit draußen verbrachten, habe ich auf LAN-Partys gesessen, im Teamspeak gehockt und mir die Nächte mit eSports und Community verbracht.

Damals hat noch niemand von UX, Branding oder Personal Brand gesprochen aber genau da fing alles an. Irgendwann kam die erste Anfrage: „Kim, Du bist doch kreativ, kannst Du uns nicht mal ein Logo für den Clan machen?“ Ich hatte keine Ahnung von Logoentwicklung aber ich hatte Lust. Also Photoshop auf, losgeklickt, Effekte, Schriften, alles zusammengewürfelt. Die Ergebnisse waren aus heutiger Sicht: sagen wir, sehr experimentell aber weißt Du was? Die Leute haben sich gefreut. Sie hatten auf einmal ein Zeichen, das sie verbunden hat.

eSport Logos und Clan-Branding von Kim Weber aus Berlin – frühe Grafikdesign-Arbeiten vor ihrer Karriere als Webdesignerin.
So sah alles mal aus und das ist okay.

DeviantArt, Foren & die ersten Logos, die etwas bedeutet haben

Mit der Zeit wurde aus „Kim, mach mal schnell“ ein Running Gag und gleichzeitig mein erstes Business, ohne dass ich es gemerkt habe. Ich habe Designs auf Plattformen wie DeviantArt hochgeladen, Feedback aus der Community bekommen, neue Techniken ausprobiert.

Plötzlich war ich die Person, die man fragte, wenn irgendwo ein neues Logo, ein Banner oder ein Header gebraucht wurde. Ohne Businessplan, Portfolio und schicke Designschule. Einfach, weil meine Designs Gefühle ausgelöst haben: Zugehörigkeit, Stolz, „Wir gegen die anderen“ im Turnier.

Rückblickend war das mein erstes Branding-Training: Ich habe gelernt, dass Gestaltung nicht nur hübsch sein muss, sondern Menschen ein Gefühl geben darf. Genau das ist heute noch der Kern meiner Arbeit als Webdesignerin und Brand Strategin nur heißen die Clans jetzt Unternehmen, Solo-Selbstständige, Coaching-Marken oder Creator.

Ich habe nicht an der SAE studiert und das ist okay

Wenn Du gerade überlegst, wie Du Webdesigner:in werden kannst, liest Du wahrscheinlich überall von Bootcamps, Studiengängen, „in 8 Wochen zur UX-Designer:in“-Programmen und fancy Diplomen. Meine Story ist anders.

Ich habe mir damals ernsthaft überlegt, an der SAE in Berlin zu studieren. Ich habe mir alles angeschaut, durchgerechnet, die Aufnahmegebühr gesehen und geschluckt. Für mein damaliges Konto war das einfach nicht drin und ganz ehrlich: Das tat weh. Ich habe mich kurz gefragt, ob ich „weniger wert“ bin, wenn ich diesen Stempel nicht habe.

Dann habe ich mich bewusst anders entschieden: Wenn ich mir das Studium gerade nicht leisten kann, dann bringe ich es mir eben selbst bei. Schritt für Schritt. Abende und Nächte mit Tutorials, Bücher, Blogs, YouTube, nachbauen, kaputtmachen, wieder neu machen.

Selbststudium statt „perfekter“ Designlaufbahn

Ich habe:

  • mir Designgrundlagen über Bücher und Onlinekurse reingezogen
  • Websites analysiert und sie Stück für Stück nachgebaut
  • mich in Typografie, Layout und Bildsprache reingenerdet
  • mir HTML/CSS-Basics beigebracht, um zu verstehen, wie alles technisch zusammenspielt

Und ich will, dass Du das weißt: Du brauchst kein teures Studium, um Webdesigner:in zu werden. Es kann ein Weg sein aber es ist nicht der einzige. Mein Weg war chaotischer, langsamer, aber sehr ehrlich und genau das macht meine Arbeit heute so menschlich.

Kommunikationsdesign, Bauchladen und die ersten „richtigen“ Kund:innen

Irgendwann bin ich in Richtung Kommunikationsdesign gegangen nicht an die SAE, sondern auf einem anderen Weg. Ich wollte verstehen, warum manche Dinge einfach „stimmen“ und andere fremd wirken. Ich habe gelernt, wie wichtig Typografie ist, warum Weißraum kein Platzverschwendung ist und wie Bilder Geschichten erzählen, ohne ein einziges Wort.

Parallel dazu wurden aus Clan-Logos und Forenbannern plötzlich echte Aufträge. Unternehmen, Selbstständige, Leute aus meinem Netzwerk kamen auf mich zu. Ich habe alles angenommen: Logos, Flyer, Social-Media-Grafiken, Webseiten, Präsentationen: ein klassischer Bauchladen.

Das war wichtig, um Erfahrung zu sammeln, aber es war auch anstrengend. Ich war auf Dauer „die Designerin für alles“, und das fühlt sich irgendwann an, als würdest Du in zehn Sprachen gleichzeitig reden. Nichts ist wirklich fokussiert, alles ein bisschen.

PlayStation eSports, Doc Caro & die Bühne im Hintergrund

Mit der Zeit sind meine Projekte größer geworden. Einige Namen darf und will ich nicht verschweigen, weil sie ein Teil meiner Story sind:

Ich habe für PlayStation eSports visuell gearbeitet, Logos und Screens gestaltet, die mitten in dieser Gaming-Welt liefen, mit der alles angefangen hatte. Ein bisschen vollkreis, ehrlich gesagt.

Ich habe für Doc Caro unterstützt eine Ärztin, die Millionen Menschen erreicht und die zeigt, wie wichtig klare Kommunikation im Medizinbereich ist. Für mich war das der Beweis: gutes Design kann Lebensthemen leichter zugänglich machen.

Und ich habe mit großen Coaches und Speaker:innen gearbeitet, die auf Bühnen standen, von Formaten wie Gedankentanken (heute Greator) unterstützt wurden und deren Gesichter, Programme und Botschaften sichtbar gemacht werden wollten. Ich stand nie vorne auf der Bühne aber meine Designs schon.

Diese Projekte haben mir gezeigt:
Branding und Webdesign sind nicht „Nice-to-have“. Sie sind die Bühne, auf der Deine Inhalte überhaupt erst wirken können.

Meine ersten Websites und warum ich heute darüber lache

Natürlich hatte ich auch meine „Bitte begrab das tief im Archiv“-Websites. Die ersten Seiten waren technisch wackelig, optisch überladen und inhaltlich komplett überfordert. Damals war ich trotzdem stolz wie Bolle.

Wenn ich sie heute sehe, muss ich lachen und bin gleichzeitig dankbar. Ohne diese „Katastrophen“ hätte ich nicht verstanden:

  • dass eine Website mehr ist als eine Startseite mit „Herzlich Willkommen“
  • dass niemand zehn Unterpunkte im Menü braucht, um Dich zu verstehen
  • dass die richtige Reihenfolge von Informationen wichtiger ist als der zehnte Design-Effekt

Frühe Website-Designs im Gaming- und eSport-Bereich von Kim Weber – dunkle Layouts, Clan-Websites und Spiel-inspirierte Interfaces als Start ihrer Webdesign-Karriere.
Ja, das war wirklich mal online und ja, ich habe daraus gelernt. (Alles aus der Jugend 2008-2014)

WordPress, Plugin-Chaos und warum ich Webflow heute so liebe

Ich komme, wie viele, aus der WordPress-Welt. Am Anfang war das super: viele Themes, viele Plugins, viele Möglichkeiten. Bis die ersten Updates kamen, Inkompatibilitäten, Sicherheitslückenund „Mein Kontaktformular geht nicht mehr, Kim, kannst Du mal schnell…?“

Je mehr Websites ich betreute, desto klarer wurde:
Ich will keine Systeme bauen, die ich alle zwei Wochen reparieren muss. Meine Kund:innen sind Selbstständige, Expert:innen, Coaches die brauchen eine stabile, wartbare Website, kein Technik-Hobby.

Als ich Webflow kennengelernt habe, hat sich vieles entspannt. Design-Freiheit, sauberer Code, sinnvolle SEO-Grundlagen, ein gutes Editor-System für Kund:innen. Und eine Basis, die sich hervorragend mit Themen wie SEO, AEO/GEO und Grounding-Page verbinden lässt.

Heute ist Webflow mein Zuhause für Webseiten-Systeme. Nicht, weil es „hip“ ist, sondern weil es meinen Kund:innen die Kombination aus Freiheit und Stabilität gibt, die sie brauchen.

Wie ich Websites heute sehe: nicht als Deko, sondern als System

Ich habe irgendwann gemerkt: Die Websites, die mich begeistern, haben etwas gemeinsam. Sie sind nicht einfach eine Sammlung von Seiten, sondern ein System. Jede Seite hat eine Aufgabe.

  • Die Startseite holt Menschen ab und sortiert sie.
  • Die Über-mich-Seite baut Vertrauen, erzählt Deine echte Geschichte und zeigt, warum gerade Du.
  • Angebotsseiten erklären, wie Du arbeitest, nicht nur, was es kostet.
  • Der Blog baut Tiefe auf, sorgt für SEO und GEO-Sichtbarkeit und wird zur Wissensbibliothek.
  • Eine Grounding-Page bündelt Fakten für KI, damit ChatGPT & Co. kein verzerrtes Bild von Dir zeichnen.

Genau so baue ich Websites heute: als Webseiten-Systeme, die Deine Marke tragen für echte Menschen, Suchmaschinen und KIs.

Montag ist Blogtag und warum ich mein Wissen teile

Ich habe 2026 beschlossen: Ich will mein Wissen nicht nur in Projekten lassen, sondern auch in Inhalte gießen. Also habe ich mir selbst eine Challenge gesetzt: Jeden Montag einen Blogartikel schreiben.

Das hat mehrere Gründe:
Zum einen liebe ich es, Dinge in Worte zu fassen und Komplexes verständlich zu machen. Zum anderen sind gute Blogartikel pures Gold für SEO und GEO sowohl für klassische Suche (Google & Co.) als auch für KI-Suchmaschinen und Assistenten.

Deshalb gibt es inzwischen Artikel wie:

Diese Artikel sind nicht nur unabhängig voneinander hilfreich, sie verlinken sich auch gegenseitig. So entsteht ein inhaltliches Netz und genau das lieben Google, KI-Suchmaschinen und Deine zukünftigen Kund:innen.

Wie wirst Du Webdesigner:in? Ein paar ehrliche Gedanken

Wenn Du diesen Artikel liest, weil Du wissen willst, wie man Webdesigner:in wird, dann erst mal: Willkommen im Club der Menschen, die Systeme lieben und Menschen helfen wollen, sichtbar zu werden.

Meine ehrliche Antwort:

1. Du brauchst kein perfektes Studium aber Du brauchst Neugier.
Ob Du an einer Schule wie der SAE Berlin studierst, eine Fachschule besuchst oder alles selbst lernst: Entscheidend ist nicht das Zertifikat, sondern dass Du dranbleibst. Design, UX, Webflow oder ein anderes Tool lassen sich lernen. Wichtig ist, dass Du nicht aufhörst, Fragen zu stellen.

2. Bau Dir Deine eigenen Projekte.
Mach Websites, die niemand bestellt hat: für Deine Lieblingsband, eine fiktive Brand, Deinen besten Freund. Bau lieber zehn kleine Seiten, aus denen Du lernst, als monatelang auf den „perfekten Auftrag“ zu warten.

3. Sammle echte Aufträge auch kleine.
Die ersten Kund:innen werden selten große Marken sein. Vielleicht ein lokales Business, ein Coach, ein kleiner Online-Shop. Aber genau dort lernst Du, mit echten Anforderungen umzugehen.

4. Lerne, in Systemen zu denken.
Du bist nicht nur „Pixel-Schubser:in“. Du baust ein System, das Menschen durch Informationen führt. Wenn Du verstehst, welche Rolle jede Seite hat, baust Du automatisch bessere Websites.

5. Sei ehrlich mit Deinen Preisen und Deinem Wert.
Ja, die Versuchung ist groß, alles „günstig“ anzubieten aber wenn Dein Ziel ist, langfristig von Webdesign zu leben, brauchst Du Angebote, die Dich tragen nicht ausbrennen.

Mein Weg ist nur eine Story: Deine darf anders sein

Ich habe nicht an der SAE studiert, ich habe mir Wissen zusammengesucht, nachts an Projekten gesessen, für eSports-Teams, Doc Caro, PlayStation und große Coaches gearbeitet. Ich bin durch Plugin-Hölle, Bauchladen-Phase und Identitätsfragen gegangen und ich erzähle Dir das so offen, weil ich glaube, dass hinter jeder „professionellen Website“ ein Mensch mit einer Geschichte steht.

Wenn Du Webdesigner:in werden willst, heißt das nicht, dass Du Gaming-Hintergrund oder eSports brauchst. Vielleicht kommst Du aus der Fotografie, aus der Kunst, aus der Entwicklung, aus der Pädagogik. Alles, was Du bisher erlebt hast, kann in Deine Arbeit einfließen. Genau das macht Dich später aus.

Deine Aufgabe ist nicht, eine Copy-Paste-Version irgendeines Designers zu werden. Deine Aufgabe ist, herauszufinden, was Deine Mischung ist und wie Du sie in Websites übersetzen willst, die andere tragen.

Und jetzt Du: Was ist Deine Story?

Wenn Du bis hier gelesen hast, danke. Wirklich. Das heißt, irgendetwas in meiner Geschichte hat bei Dir resoniert. Vielleicht Dein Gaming-Hintergrund, vielleicht Deine Umwege, vielleicht einfach dieses Gefühl: „Ich will auch gestalten, nicht nur konsumieren.“

Mein Vorschlag für Deinen nächsten Schritt:

  • Schreib heute ein paar Stichpunkte zu Deiner eigenen Story auf: Wo kommst Du her? Welche Stationen haben Dich geprägt? Was würdest Du nie wieder machen, was immer wieder?
  • Schau Dir Deine aktuelle Website an (falls es eine gibt) und frag Dich ehrlich: Erzählt sie das oder versucht sie nur „professionell“ auszusehen?
  • Und wenn Du merkst, dass da Luft nach oben ist, ist das kein Makel. Es ist die Einladung, Dein System zu schärfen.

Wenn Du Unterstützung möchtest

Sei es, um Deine erste Webdesigner-Laufbahn zu sortieren oder Deine bestehende Website in ein tragfähiges System zu verwandeln dann schreib mir.

Wir schauen uns gemeinsam an:

  • wo Du herkommst
  • was Deine Website heute leistet (oder nicht)
  • und wie wir daraus ein System bauen, das Dich als Mensch und Marke wirklich zeigt für Besucher:innen, für Suchmaschinen und für die KIs, die längst über Dich sprechen.
Kim Weber – kreative Brand- und Webdesignerin, grinst sympathisch in die Kamera

Kim Weber
“Kreative Strategin für Brand- & Webdesign aus Berlin”

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