- Kurzer Rückblick: Was wir im Blog schon geklärt haben
- Warum Positionierung gerade jetzt so wichtig ist
- Was Positionierung wirklich bedeutet (und was nicht)
- Meine eigene Kante: Warum ich meine Positionierung verändert habe
- Ein Beispiel aus meinem Alltag: Wenn Positionierung dich schützt
- Warum KI ohne Positionierung ins Leere läuft
- Woran du merkst, dass deine Positionierung noch nicht klar ist
- Wie du Schritt für Schritt zu einer klaren Positionierung kommst
- Wie eine klare Positionierung deine Zusammenarbeit verändert
- Warum du dir Unterstützung holen darfst
- FAQ: Klare Positionierung für Solo-Unternehmerinnen
Eine klare Positionierung ist wie ein inneres Navigationssystem für Dein Business: Sie filtert Anfragen, stärkt Deine Außenwirkung und sorgt dafür, dass die richtigen Menschen von selbst bei Dir auftauchen gerade jetzt, wo sich die Designbranche massiv verändert.
Kurzer Rückblick: Was wir im Blog schon geklärt haben
In den letzten Artikeln ging es vor allem um die Basis deines Online-Auftritts: Was wirklich auf deine Website gehört, damit sie nicht zur chaotischen WG-Küche wird, sondern Menschen führt, statt sie zu verwirren. Wir haben über die fünf „Räume“ deiner Website gesprochen, darüber, warum sie laut funktionieren darf und wie Dir ein klarer Aufbau im Alltag Arbeit abnimmt.
Dann haben wir uns angeschaut, was eine Website eigentlich wirklich ist nämlich nicht nur „Seiten mit Text“, sondern ein Erlebnis, das Deine Marke spürbar macht und Dich als Selbstständige im Alltag unterstützt. Und wir sind tief in die Über-mich-Seite eingestiegen, weil sie der Ort ist, an dem Vertrauen entsteht und Menschen entscheiden, ob sie mit Dir arbeiten wollen oder nicht.
Heute gehen wir einen Schritt früher an: zu der Frage, warum eine klare Positionierung überhaupt die Grundlage für all das ist und was es praktisch heißt, dort hinzukommen.
Warum Positionierung gerade jetzt so wichtig ist
Die Designwelt ist gerade im Umbruch und das spürt jede, die schon länger im Geschäft ist. KI-Tools und Canva sind überall, Menschen bauen sich „mal eben schnell“ ein Logo oder eine Website zusammen, und gefühlt ist jede zweite Person plötzlich Designerin oder Business-Coach.
Ich sitze regelmäßig in Gesprächen mit Unternehmerinnen, die an genau dieser Grenze stehen: Sie haben mit Canva und KI experimentiert, ein paar Sachen ausprobiert, vielleicht sogar visuell ganz hübsche Ergebnisse bekommen jedoch irgendetwas fühlt sich innen leer oder austauschbar an. Sie merken, dass da zwar „Content“ entsteht, aber keine echte Marke, die trägt und spricht.
An diesem Punkt zeigt sich der Kern: Ohne klare Positionierung wird jedes Tool ob KI oder Canva nur ein weiterer Weg, Dich zu verwässern, statt Dich zu schärfen. Du kannst tausend Varianten durchspielen, aber wenn nicht klar ist, wofür Du stehst, für wen Du da bist und wo Deine Grenzen sind, wird das Ergebnis immer ein bisschen generisch wirken.
Was Positionierung wirklich bedeutet (und was nicht)
Positionierung wird oft so verkauft, als wäre es ein Satz für die Website, eine Nische, ein Schlagwort. Für mich und besonders für analytische, leistungsstarke Frauen ist es etwas anderes.
Eine klare Positionierung bedeutet für mich:
- Du weißt, welche Menschen Du wirklich begleiten willst nicht nur theoretisch, sondern im echten Alltag.
- Du kennst ihre Verantwortung, ihre Art zu denken und wo sie innerlich an ihre Grenzen kommen.
- Du kannst klar sagen, welche Probleme Du löst und welche bewusst nicht.
- Du hast ein Ja-Gefühl für bestimmte Projekte und ein klares Nein für andere.
Was Positionierung nicht ist:
- Ein cooler Name ohne Inhalt.
- Eine „Fancy Website“, die laut ist, aber niemanden wirklich anspricht.
- Ein Branding, das auffällt, aber nicht zu Deinem Wesen passt.
Gerade für Frauen, die viel aufgebaut haben, leistungsorientiert sind, Kontrolle mögen und gelernt haben zu funktionieren, ist Positionierung kein Marketing-Spiel, sondern Selbstschutz. Sie ist wie ein Antivirus: Ohne sie nimmst Du gefühlt alles an, was reinkommt egal wie die Qualität der Zusammenarbeit ist, egal, ob Dich das Projekt stärkt oder auslaugt.
Meine eigene Kante: Warum ich meine Positionierung verändert habe
Ich nehme Dich kurz mit hinter die Kulissen, weil ich mich genau diesem Prozess letztes Jahr nochmal sehr ehrlich stellen musste. Ich hatte sowohl im Business als auch privat ein paar harte Learnings. Da waren Kundinnen, die meine Arbeit nicht mehr wertgeschätzt haben, Diskussionen über Preise, die für mich irgendwann nicht mehr tragbar waren während gleichzeitig ohne mit der Wimper zu zucken das Vierfache an irgendein junges Marketing-Team überwiesen wurde.
Ich habe erlebt, wie groß der Unterschied zwischen „echten Unternehmerinnen“ und „Fake-Unternehmerinnen“ sein kann: Die einen können klar kommunizieren, haben Sympathie und Empathie, sind bereit, an Qualität zu arbeiten und in Beziehungen zu investieren. Die anderen suchen permanent den nächsten „Quick Fix“, vergleichen Preise, statt Wert, und springen weiter, sobald es unbequem wird.
Ich habe mir irgendwann gesagt: Genau diese Menschen möchte ich nicht mehr in meinem Kalender haben. Ich arbeite am liebsten mit Frauen, die Verantwortung tragen, eigenständig denken und trotzdem offen sind für Führung. Frauen, die nicht jeden Impuls dramatisieren, sondern erstmal hinschauen, fühlen und dann entscheiden. Frauen, die nicht laut sind, um laut zu sein, sondern innerlich stark sind und genau wissen, was sie aufgebaut haben auch wenn das nicht auf jedem Instagram-Reel zu sehen ist.
Diese innere Klarheit hat dazu geführt, dass ich meine Positionierung offiziell neu sortiert habe gemeinsam mit meiner Freundin und Kollegin Nicole Flockenhaus, die mit mir mehrere Sessions gemacht hat. Spannend war: Die Fakten lagen die ganze Zeit schon auf dem Tisch. Die meisten meiner Kund:innen waren längst Frauen. Ich habe mit leistungsstarken Solo-Unternehmerinnen gearbeitet, ich hatte es mir nur selbst nie so klar erlaubt, das auch nach außen zu sagen.
Seit wir das bewusst gedreht haben, ist etwas aufgegangen. Es sind gerade mal ein paar Wochen vergangen, ich habe noch gar nicht „heftig“ an meinem Marketing gedreht und plötzlich landen immer mehr Frauen in meinen DMs und Postfächern, die exakt das mitbringen, was ich mir wünsche: Klarheit, Verantwortung, Tiefe. Es fühlt sich an, als wäre ein Korken rausgeflogen, den ich lange selbst festgehalten habe.
Ein Beispiel aus meinem Alltag: Wenn Positionierung dich schützt
Vor ein paar Wochen schrieb mir eine Frau auf Instagram: „Hey Kimi, lass mal quatschen, ich brauche dich.“ Ich bin in ihren Kalender gehüpft, Kennenlerntermin vereinbart ganz normaler Ablauf.
Der erste Termin wurde verschoben, kann passieren. Zwei Wochen später stand der neue Termin an und plötzlich kam eine DM: „Hey Kimi, ich habe mal reingefühlt, wir werden auf jeden Fall nicht zusammenpassen.“
Früher hätte mich so eine Nachricht komplett aus dem Konzept gebracht. Mein Kopf hätte losgelegt: „Bin ich zu crazy? Zu direkt? Zu laut? Zu leise? Habe ich was Falsches gepostet?“
Diesmal war ich kurz getriggert und dann unglaublich klar.
Denn mit meiner neuen Positionierung war auf einmal deutlich:
- Diese Art der Kommunikation: komplett emotional, ohne Grundlage, ohne echtes Kennenlernen passt nicht zu den Frauen, mit denen ich arbeiten will.
- Meine Kundinnen sind Frauen, die Entscheidungen auf Basis von Fakten, Gefühl und Respekt treffen.
- Sie nehmen sich Zeit, ihr Gegenüber kennenzulernen, bevor sie urteilen.
Genau deshalb war diese Situation im Endeffekt ein Geschenk. Meine Positionierung war wie ein Filter: Sie hat mir gezeigt, dass wir nicht zusammenpassen und mir gleichzeitig die Sicherheit gegeben, dass das nichts mit meinem Wert zu tun hat, sondern mit der Frage, mit wem ich überhaupt arbeiten möchte.
Warum KI ohne Positionierung ins Leere läuft
Du hast es vielleicht selbst schon erlebt: Du wirfst ein paar Stichworte in ein KI-Tool, bekommst innerhalb von Sekunden Texte, Slogans, Content-Ideen zurück und trotzdem fühlt sich alles irgendwie falsch an. Zu glatt und generisch. Wie eine gut produzierte, aber leere Hülle.
Das liegt selten „an der KI“. Es liegt daran, dass die Basis unscharf ist. Wenn Deine Positionierung nicht klar ist, hat auch ein Tool keine Chance, Dich zu treffen. Dann kommen Texte raus, die theoretisch „passen könnten“, aber Dein Wesen, Deine Sprache, Deine Art zu denken nicht abbilden.
Viele meiner Kundinnen berichten mir genau das:
- „Es kommt etwas raus, aber nicht das, was ich in mir fühle.“
- „Es klingt alles gleich nicht wie ich.“
- „Ich merke beim Lesen: Das bin ich nicht.“
Sobald wir die Positionierung schärfen also Zielgruppe, Werte, Tonalität, Grenzen, Arbeitsweise ändert sich alles:
- Prompts werden konkreter.
- Ergebnisse sind anpassbar, statt komplett neu schreiben zu müssen.
- KI wird zu einem Werkzeug, das Deine Klarheit verstärkt, statt sie zuzuschütten.
Die Welt dreht sich weiter, Tools werden besser, Märkte werden lauter und Deine Positionierung ist der Punkt, an dem Du bestimmen kannst, wie Du darin sichtbar sein willst.
Woran Du merkst, dass Deine Positionierung noch nicht klar ist
Wenn Du Dich in den nächsten Punkten wiederfindest, ist das kein Vorwurf es ist ein Hinweis: Deine Positionierung ist wahrscheinlich noch nicht so klar, wie sie sein könnte.
Typische Signale sind:
- Du hast viele Ideen, aber Deine Website wirkt wie ein Abstellraum, nicht wie ein klarer Flur. Menschen wissen nicht, wohin sie als Nächstes gehen sollen.
- Du nimmst Anfragen an, bei denen Du innerlich schon beim Lesen denkst: „Das wird zäh“, sagst aber trotzdem zu.
- Du erklärst in Kennenlerngesprächen immer wieder das Gleiche, aber dein Gegenüber wirkt trotzdem unsicher.
- Du hast das Gefühl, „zu viel zu können“, und weißt nicht, wie Du das auf einen Punkt bringen sollst.
- Du diskutierst regelmäßig über Preise oder hast Kundinnen, die „nochmal überlegen“ wollen, obwohl alles auf dem Tisch liegt.
Eine klare Positionierung sorgt nicht dafür, dass es nie wieder Unklarheit oder Nachfragen gibt. Aber sie verschiebt den Fokus:
- Weg von „Bitte buch mich“ hin zu „Wir schauen gemeinsam, ob wir ein Match sind“.
- Weg von „Ich mache alles“ hin zu „Ich bin die Richtige für genau diese Art von Frau, Problem, Projekt“.
- Weg von „Ich muss jede Anfrage irgendwie möglich machen“ hin zu „Ich treffe Entscheidungen, die mich langfristig tragen“.
Wie du Schritt für Schritt zu einer klaren Positionierung kommst
Positionierung ist kein One-Pager, den Du an einem Nachmittag runterschreibst. Es ist ein Prozess gerade für analytische Frauen, die gewohnt sind, zu funktionieren, Verantwortung zu tragen und ungern Schwäche zu zeigen.
Ein möglicher Weg, der sich in meiner Arbeit bewährt hat, sieht so aus:
- Beobachte deinen Alltag brutal ehrlich
Schau dir die Projekte der letzten 6–12 Monate an. Schreib Dir auf:- Mit wem hat die Zusammenarbeit Dich energetisch genährt und mit wem hat sie dich ausgelaugt?
- Wo hast Du Dich gesehen, verstanden, ernst genommen gefühlt und wo nicht?
- Welche Projekte würdest du sofort wieder machen, wenn Du könntest?
- Finde Deine Lieblingskundin im echten Leben
Statt Dir eine fiktive Persona auszudenken, schau:- Welche Deiner Kundinnen verkörpert das, was Du Dir wünschst?
- Wie denkt sie? Wie trifft sie Entscheidungen? Wie spricht sie mit Dir?
- Welche Verantwortung trägt sie im Alltag?
- Kläre, was Du wirklich anbietest (und was nicht)
Schreib alles raus, was du kannst wirklich alles.
Dann markiere:- Was davon machst Du mit Leichtigkeit und Freude?
- Was davon sichert die Qualität Deiner Arbeit langfristig?
- Was davon machst Du eigentlich nur, weil „man das halt so macht“?
- Formuliere Klarheit für Dich nicht für Instagram
Bevor Du an irgendwelche „Ich helfe X, damit sie Y“ Sätze denkst, schreib in deiner Alltagssprache:- Mit wem möchte ich arbeiten und warum?
- Was ist mir in der Zusammenarbeit wichtig?
- Welche Probleme sehe ich immer wieder und welche davon möchte ich lösen?
- Übersetze das in Deine Außendarstellung
Erst wenn die Antworten in Dir sitzen, lohnt es sich, Website, Texte und Erscheinungsbild anzupassen. Deine Startseite darf klar sagen, für wen sie da ist, worum es geht und was der nächste Schritt ist. Deine Über-mich-Seite darf wie eine Küche sein, in der Menschen Dich wirklich kennen lernen nicht nur Deinen Lebenslauf.
Es ist völlig normal, dass dieser Prozess nicht an einem Wochenende abgeschlossen ist. Positionierung verändert sich mit Dir, Deinem Leben, der Gesellschaft. Wichtig ist nicht, dass sie „perfekt“ ist, sondern dass sie ehrlich ist.
Wie eine klare Positionierung deine Zusammenarbeit verändert
Wenn Du Deine Positionierung klar hast, passiert etwas Spannendes, innen und außen:
- Deine Anfragen werden weniger, aber passender.
Statt „Kannst du mal schnell…?“ kommen Frauen, die wissen, dass sie eine strategische Begleitung wollen, keine To-do-Abarbeitung.
- Deine Gespräche werden tiefer.
Du musst weniger „verkaufen“, weil Menschen schon verstanden haben, wofür du stehst. Sie kommen, um den letzten Abgleich zu machen nicht, um Dich von Null kennenzulernen.
- Deine eigene Energie verändert sich.
Du fühlst Dich weniger ausgeliefert und reagierend, sondern klarer führend mit Struktur, Tiefe und kreativer Sicherheit.
- Dein Business wird stabiler.
Du triffst Entscheidungen auf Basis Deiner Positionierung, nicht aus kurzfristiger Angst. Du erkennst schneller: „Das Projekt passt das nicht.“
Für analytische, leistungsstarke Solo-Unternehmerinnen ist das oft der entscheidende Shift: weg von „Ich funktioniere und halte alles zusammen“ hin zu „Ich gestalte, wähle aus und setze klare Grenzen“.
Warum Du Dir Unterstützung holen darfst
Ich habe meine eigene Positionierung nicht alleine geschärft, sondern mir Unterstützung geholt. Nicht, weil ich es fachlich nicht gekonnt hätte, ich arbeite seit Jahren mit Marken, Websites und Strategien. Sondern weil wir uns selbst an bestimmten Stellen nicht sehen können.
Eine externe Person kann:
- Muster erkennen, die für Dich „normal“ wirken.
- Dir zurückspiegeln, welche Kundinnen immer wieder bei Dir landen.
- Deine Sprache filtern und auf den Punkt bringen, was Du diffus fühlst.
Genau das mache ich heute für meine Kundinnen: Ich begleite analytische, leistungsstarke Solo-Unternehmerinnen, die viel aufgebaut haben und online noch nicht so sichtbar sind, wie sie es verdient hätten. Wir kippen gemeinsam alles aus wie Ideen, Notizen, Angebote und sortieren, was bleiben darf, was gehen darf und was neu entstehen will. Am Ende steht eine Positionierung, die sich nicht nach Marketing anfühlt, sondern nach ihnen.
Wenn Du Deine Positionierung jetzt wirklich angehen willst
Wenn Du beim Lesen gemerkt hast: „Okay, meine Positionierung ist ehrlich gesagt eher ein Bauchgefühl als ein klarer Rahmen“, dann ist das der Punkt, an dem wir sprechen sollten.
Du kannst dir einen Kennenlern-Call mit mir buchen oder mir eine E-Mail an hallo@diekreativtuner.de schreiben. Erzähl mir kurz:
- Wer Du bist.
- Was Du bisher aufgebaut hast.
- Wo du gerade hängst: Positionierung, Markenauftritt, Website oder alles zusammen.
Im Kennenlern-Call schauen wir gemeinsam, ob wir fachlich und menschlich ein Match sind. Wenn ja, klären wir, ob Du mit mir in einem 1:1 Strategie-Workshop starten möchtest oder ob Brand- & Webdesign in Kombination das Richtige für Dich ist.
Du musst das nicht alleine machen. Du darfst Dir eine Frau an die Seite holen, die strukturiert denkt, dich professionell führt und gleichzeitig kreative Räume für Deine Identität öffnet.
FAQ: Klare Positionierung für Solo-Unternehmerinnen
1. Was ist eine Positionierung im Business-Kontext?
Positionierung beschreibt den Platz, den Deine Marke im Kopf Deiner Wunschkundinnen einnimmt. Sie beantwortet die Fragen: „Für wen bist Du da?“, „Wobei hilfst Du genau?“ und „Warum sollte jemand sich für Dich entscheiden und nicht für andere?“.
Es geht dabei nicht nur um eine Marketingformel, sondern um eine innere Klarheit, die sich in Deiner Website, Deinen Angeboten, Deinen Preisen und Deiner Kommunikation widerspiegelt.
2. Warum ist eine klare Positionierung für Solo-Selbstständige so entscheidend?
Als Solo-Selbstständige bist Du Marke, Produkt, Service und Kommunikation in einer Person. Ohne klare Positionierung trägst Du die komplette Komplexität im Kopf und triffst jeden Tag Mikroentscheidungen aus dem Bauch heraus das macht müde.
Mit einer klaren Positionierung:
- musst Du weniger diskutieren, weil deine Grenzen und Angebote sichtbar sind,
- ziehst Du Menschen an, die zu Deiner Art zu denken und zu arbeiten passen,
- und Du kannst Deine Website, Inhalte und Angebote strategisch aufeinander abstimmen.
3. Wie lange dauert es, eine Positionierung zu erarbeiten?
Das kommt darauf an, wie viel Du schon ausprobiert hast und wie ehrlich Du mit dir selbst sein kannst. Eine erste klare Positionierung kann in wenigen intensiven Sessions entstehen, wenn Du offen bist und bereit, Dinge loszulassen, die nicht mehr zu Dir passen.
Gleichzeitig ist Positionierung nie „fertig“. Sie entwickelt sich mit Deiner Erfahrung, Deinen Kundinnen und den Veränderungen im Markt weiter. Wichtig ist, dass Du regelmäßige Check-ins einplanst, statt alle fünf Jahre alles komplett umzubauen.
4. Kann ich mich als vielseitige Person überhaupt spitz positionieren?
Ja aber „spitz“ heißt nicht „eng“. Gerade analytische, leistungsstarke Frauen haben oft viele Fähigkeiten und Interessen. Positionierung heißt nicht, dass Du all das wegschneiden musst.
Es bedeutet, dass Du einen klaren Fokus setzt:
- auf eine Hauptzielgruppe (z. B. leistungsstarke Solo-Unternehmerinnen),
- auf typische Herausforderungen (z. B. unsichtbare, nicht greifbare Marke),
- und auf eine Art der Zusammenarbeit, die Dich nicht ausbrennt.
Du kannst intern viel mehr können, als Du nach außen gleichzeitig bewirbst.
5. Was ist, wenn ich Angst habe, durch eine klare Positionierung Kundinnen zu verlieren?
Diese Angst ist normal vor allem, wenn Du gelernt hast, „für alle“ funktionieren zu müssen. Tatsächlich verlierst Du mit einer klaren Positionierung aber vor allem die Anfragen, die Dich sowieso auslaugen würden: Projekte, bei denen Du Dich klein machst, Preise diskutierst oder Grenzen unklar sind.
Was du gewinnst:
- Anfragen, die fachlich und menschlich passen.
- Kundinnen, die Deine Expertise respektieren und Deine Führung möchten.
- Mehr Stabilität in Umsatz und Energie, weil Du nicht bei jedem Projekt bei Null anfängst.
6. Was hat meine Website mit Positionierung zu tun?
Deine Website ist die Bühne, auf der Deine Positionierung sichtbar wird. Wenn Deine Positionierung unscharf ist, wird auch Deine Website unscharf: zu viele Themen, unklare Texte, kein roter Faden. Menschen springen ab, bevor sie verstanden haben, was Du eigentlich machst.
Mit einer klaren Positionierung kann Deine Website:
- auf der Startseite klar sagen, für wen sie da ist und was der nächste Schritt ist,
- in deinem Angebot präzise erklären, was Du wie machst,
- auf Deiner Über-mich-Seite echtes Vertrauen aufbauen, statt eine CV-Liste zu sein.
7. Wie hilft mir eine klare Positionierung konkret im Alltag?
Ganz pragmatisch:
- Du kannst Anfragen schneller einordnen: passt - passt nicht.
- Du hast Formulierungen parat, die Du in Mails, DMs, auf LinkedIn oder Instagram nutzen kannst.
- Du kannst Content strategisch planen, weil Du weißt, welche Themen deine Wunschkundinnen wirklich beschäftigen.
Statt jeden Tag aufs Neue „irgendwas“ zu posten, baust Du Dir ein Archiv aus Artikeln, Reels oder Posts, die Deine Positionierung Stück für Stück sichtbar machen und Dir langfristig Anfragen bringen.
8. Woran erkenne ich, dass ich Unterstützung bei meiner Positionierung brauche?
Du musst Dir nicht erst „beweisen“, dass Du alleine klarkommst, bevor Du Dir Hilfe holen darfst. Spätestens dann ist Unterstützung sinnvoll, wenn:
- Du seit Monaten um dieselben Fragen kreist, ohne wirklich voran zu kommen,
- Du im Gespräch mit Freundinnen oder Kolleginnen merkst: „Ich kann gar nicht klar erklären, was ich eigentlich mache“,
- Du viele Baustellen gleichzeitig hast (Website, Branding, Angebote) und nicht weißt, wo du anfangen sollst.
In der gemeinsamen Arbeit sortieren wir zuerst Dein Innenleben, Deine Marke, Deine Werte, Deine Wunschkundinnen und übersetzen das dann in einen klaren Auftritt mit Struktur, Tiefe und kreativer Führung.

